NRW

Verband: Apotheker auf FFP2-Masken-Nachfrage vorbereitet

Gesundheit

Mittwoch, 13. Januar 2021 - 17:15 Uhr

von Deutsche Presse Agentur

dpa/lnw Köln. Die Apotheken sind nach der ersten Verteilaktion an über 60-Jährige und chronisch Kranke auf eine steigende Nachfrage nach FFP2-Masken vorbereitet. „Die Nachfrage nach FFP2-Masken ist in den letzten Monaten kontinuierlich gestiegen, durch die Verordnung an Personen über 60 und chronisch Kranke noch einmal zusätzlich“, sagte der Vorsitzende des n, Thomas Preis, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Die Ausgabe der Masken per Gutschein an diesen besonders durch Corona gefährdeten Personenkreis habe dazu geführt, dass auch jüngere Menschen bevorzugt FFP2-Masken gekauft hätten. „Das kann man auch im Straßenbild sehen.“

„Leider zieht sich die komplette Versendung aller Gutscheine für Anspruchsberechtigte noch bis in den Februar hinein“, erklärte Preis. „Das führt aktuell zu viel Aufklärungsbedarf in den Apotheken, zumal auch jede Krankenkasse anders agiert“, erläuterte der Vorsitzende des Verbandes. So würden nicht selten Personen eines Haushaltes zu unterschiedlichen Zeiten angeschrieben, je nachdem wo sie versichert sind oder zu welchem Kreis der Anspruchsberechtigten sie gehören. Das führe zu weiterem Gesprächsbedarf in den Apotheken, berichtet Preis.

Durch den Vorstoß Bayerns zur FFP2-Maskenpflicht im Nahverkehr und im Einzelhandel des Freistaates steige die Nachfrage nach diesem Schutz jetzt weiter. „Wir gehen davon aus, dass die Marktsituation so stabil ist, das auch eine steigende Nachfrage bewältigt werden kann.“ Sowohl die Masken-Produzenten als auch die Vorlieferanten sowie die Apotheken seien gut vorbereitet, dass eine FFP2-Maskenpflicht gestemmt werden könne. Panikkäufe oder Hamsterkäufe befürchtet der Vorsitzende des Apothekerverbandes Nordrhein angesichts einer „guten Versorgungslage“ nicht.

Die Apotheken in Deutschland hätten erst im Dezember binnen weniger Tage ein Drittel der Bevölkerung mit je drei Masken versorgt, betonte er mit Verweis auf die erfolgte Ausgabe an über 60-Jährige und chronisch Kranke im Zeitraum Mitte Dezember bis erste Januarwoche. „In den Apotheken liegt die doppelte Menge, weil diese Menschen im Januar nochmal Anspruch auf sechs Masken haben.“ Ab 1. Februar könnten dann weitere sechs FFP2-Masken von dem besonders gefährdetem Personenkreis bei Vorlage des entsprechenden Gutscheines abgeholt werden. Mit den insgesamt 15 Stück solle erreicht werden, dass jedem über 60-Jährigem und chronisch Kranken pro Winterwoche eine FFP2-Maske zur Verfügung gestellt werde.

Preis begrüßte den Vorstoß von Bayern. „FFP2-Masken schützen wesentlich besser als ein einfacher Mund-Nasen-Schutz aus Stoff.“