NRW

Reul: Gefährder in Kontakt mit angeblichem IS-Anhänger

Kriminalität

Donnerstag, 24. September 2020 - 18:34 Uhr

von Deutsche Presse Agentur

dpa/lnw Stolberg/Aachen. Der Tatverdächtige der mutmaßlich islamistisch motivierten Messer-Attacke in Stolberg gilt als Kontaktperson eines Beschuldigten nach einer Anschlagsserie in Bayern. Das sagte Innenminister Herbert Reul (CDU) am Donnerstag im Innenausschuss des NRW-Landtages.

Im bayerischen Waldkraiburg soll ein 25-jähriger Deutscher, der sich als IS-Anhänger bezeichnet, Anschläge auf Läden türkischstämmiger Inhaber verübt haben. Zudem soll er laut Bundesanwaltschaft Bombenanschläge auf Moscheen geplant haben.

Der 21 Jahre alte Verdächtige von Stolberg bei Aachen hatte vor rund anderthalb Wochen die Autotür eines 23-Jährigen geöffnet und ihn mit einem Messer schwer am Arm verletzt haben. Der türkische Vater des Opfers war auf einem Werbemotiv der AfD zu sehen. Die Ermittler sehen einen möglichen Zusammenhang. Schon im März soll der Tatverdächtige in einem Restaurant in Aachen mit einem großen Messer einen Bekannten am linken Arm verletzt haben. Dabei rief er den Ermittlungen zufolge wie in Stolberg „Allahu akbar“ („Gott ist groß“).

Der Staatsanwaltschaft zufolge lief der 21-Jährige beim Staatsschutz als sogenannter Prüffall. Nach der Messer-Attacke sei er von der Polizei in die Kategorie Gefährder hochgestuft worden.