E-Scooter: Je kleiner die Stadt, desto weniger Probleme

dpa/lnw Düsseldorf. Unfälle, Verstöße und ordnungswidriges Abstellen: In Nordrhein-Westfalen machen E-Scooter am meisten in Köln und Düsseldorf Probleme. In der Domstadt zählte die Polizei seit Mitte Juni mindestens 55 Verkehrsunfälle mit E-Tretrollern. 51 davon verursachten die Fahrer der Elektrokleinstfahrzeuge selbst. Bei etwa jedem Dritten war Alkohol im Spiel.

E-Scooter: Je kleiner die Stadt, desto weniger Probleme

Die Stadt beobachtet nach eigener Aussage die Situation mit den rund 3500 E-Scootern. Gegen Jahresende solle dann zusammen mit den Anbietern über etwaige Änderungen gesprochen werden. „Bis dahin wird es keine Zwischendurch-Änderungen geben“, sagte eine Sprecherin der Stadt. Verbotszonen, wie etwa um den Dom, gebe es bereits. Einer Antwort der Verwaltung im Kölner Hauptausschuss zufolge sind zudem bestimmte Rückgabe-Zonen im Gespräch. Nur darin sollen Nutzer die Gefährte dann abgegeben können.

Anders will Düsseldorf mit den rund 1300 E-Scootern in der Stadt umgehen. Ab dem zweiten Halbjahr soll die Bereitstellung von E-Scootern als Sondernutzung eingestuft werden, wie aus einer Anfrage im Ordnungs- und Verkehrsausschuss der Stadt hervorgeht. Für die Anbieter hieße das: Sie müssen einen Antrag auf Erteilung einer Sondernutzungserlaubnis stellen. Zum Beispiel werde dann das Fahren auf Friedhöfen, in Fußgängerzonen und auf Spielplätzen explizit untersagt.

Bislang seien der Polizei 21 Verkehrsunfälle in der Landeshauptstadt bekannt, erklärte ein Sprecher. Dabei hätten sich drei Menschen schwer verletzt. Damit verzeichnete die Polizei deutlich weniger Zwischenfälle.

Je kleiner die Stadt desto weniger Probleme scheint es mit E-Scootern zu geben: In Dortmund sind der Polizei nach eigenen Angaben gerade einmal zwei Unfälle bekannt. In der Herne gab es laut Polizei einen Zusammenstoß zwischen einem E-Tretrollerfahrer und einem Radler. Ein ähnliches Bild zeichnet auch die Polizei in Münster: Bislang zwei Unfälle mit E-Scootern wurden registriert.