Dialog zum Ausbau der ICE-Strecke Hannover-Bielefeld startet

dpa Hannover/Bielefeld. Für den Ausbau der ICE-Bahnstrecke Hannover-Bielefeld startet die Deutsche Bahn heute den Planungsdialog. Kommunen und Anwohner sollen frühzeitig in die Suche nach einer geeigneten Trasse für den Ausbau der stark befahrenen Bahnstrecke einbezogen werden. Wegen der Corona-Epidemie findet die Dialogveranstaltung online statt. Die Bahnstrecke soll viergleisig und für Tempo 300 ausgebaut werden, um das Rhein/Ruhrgebiet schneller mit Berlin zu verbinden und einen besseren Regionalverkehr zwischen Westfalen und Niedersachsen zu ermöglichen.

Dialog zum Ausbau der ICE-Strecke Hannover-Bielefeld startet

An dem Dialog beteiligt sind Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU), NRW-Verkehrsstaatssekretär Hendrik Schulte, Bundesverkehrsstaatssekretär Enak Ferlemann (CDU), Spitzenvertreter der Deutschen Bahn aus Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen sowie Bürgermeister und Landräte der Region. Fünf Modell-Varianten, wie der Ausbau aussehen könnte, sind Grundlage der Planungsberatungen.

Streitpunkte werden sein, ob die neuen Gleise eher nahe oder weiter entfernt von der bestehenden Strecke angelegt werden, ob längere Tunnelabschnitte Anlieger vor Lärm schützen und zu welchen Kosten welcher Fahrzeitgewinn erreicht wird. Um im künftigen Deutschlandtakt die Ballungsgebiete auch mit schnellen Umsteigeverbindungen besser zu verknüpfen, soll die Fahrzeit zwischen Hannover und Bielefeld von derzeit 48 auf künftig 31 Minuten sinken.