Ausstellung zeigt Porträtfotos von Holocaust-Überlebenden

dpa/lnw Essen. Noch leben Zeitzeugen, die den Holocaust überlebt haben. 75 von ihnen hat der Porträtfotograf Martin Schoeller für eine Ausstellung fotografiert. Heute wird sie der Presse vorgestellt. Die Bundeskanzlerin eröffnet die Schau am Dienstag.

Porträtfotos von 75 Holocaust-Überlebenden zeigt von diesem Mittwoch an eine Ausstellung in Essen. Die Schau mit Fotografien des Künstlers Martin Schoeller steht unter dem Titel „Survivors. Faces of Life after the Holocaust“ (Überlebende: Gesichter des Lebens nach dem Holocaust). Am Dienstag wird sie durch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eröffnet. Bereits heute wird die Ausstellung der Presse vorgestellt.

Anlass für das Erinnerungsprojekt ist der 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz, wie die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem mitteilte. Soldaten der Roten Armee hatten das Lager am 27. Januar 1945 befreit. Die Nazis und ihre Helfershelfer ermordeten während des Holocaust insgesamt rund sechs Millionen Juden.

Das Projekt wurde vom deutschen Freundeskreis von Yad Vashem initiiert. Es umfasst eine Fotoausstellung mit Begleitfilm sowie ein Fotobuch mit den 75 Porträts. In Essen ist die Ausstellung bis zum 24. April in Räumen der früheren Kokerei Zollverein zu sehen. Danach ist eine weltweite Tour geplant.

„Die Porträts zeigten die Gesichter jüdischer Männer und Frauen, die die Gräueltaten des Holocaust erlebt und überlebt haben“, hieß es. Jedes Foto vermittele mehr als Worte jemals könnten und biete uns ein Stück persönlicher und kollektiver Geschichte. „Da die Überlebenden weiter altern, ist dies eine der letzten Möglichkeiten, das Angesicht dieser Menschen festzuhalten.“