Raesfeld

Zwei neue Tierrisse im Wolfsgebiet Schermbeck

Gutachter soll Verhalten von „Gloria“ prüfen

Samstag, 17. Oktober 2020 - 11:00 Uhr

von Borkener Zeitung / pd

Nach längerer Pause hat es wieder zwei Tierrisse im Wolfsgebiet Schermbeck gegeben. Das Landesumweltamt erwägt, dass Verhalten von Wölfin Gloria von einem externen Gutachter überprüfen zu lassen.

Foto: pd

Mehrere Tierrisse konnten der Wölfin Gloria zugeordnet werden.

ERLE/SCHERMBECK. Im Wolfsgebiet Schermbeck sind in Gahlen erneut zwei Schafe gerissen worden. Ob ein Wolf die Tiere getötet hat, steht noch nicht fest.

Das Landesamt für Umwelt, Natur und Verbraucherschutz weist in einer Mitteilung darauf hin, dass es im August im Wolfsgebiet Schermbeck innerhalb von vier Wochen elf Angriffe auf Weidetiere gegeben hat, die überprüft werden konnten. Wie die Untersuchungen des Forschungsinstituts Senckenberg ergeben haben, konnte in zehn Fällen die Wölfin GW954f (Gloria) als Angreiferin nachgewiesen werden, so das Landesamt. In neun Fällen habe es keinen ausreichenden Herdenschutz gegeben, in zwei Fällen entsprach der Schutzzaun nach erster Bewertung dem empfohlenen Standard.

Vergleich mit den Vorjahren

Die Zahl der Wolfsübergriffe in diesem Jahr im Wolfsgebiet Schermbeck unterscheide sich nicht signifikant von der Zahl der Übergriffe in den beiden Vorjahren: 2018 ereigneten sich 18 Übergriffe, in 2019 waren es 19, und bislang sind es 14 nachgewiesene Übergriffe.

Das Lanuv prüft, ob das Verhalten von Gloria mit den Angriffen auf geschützte Weiden von einem externen Gutachter untersucht werden soll. www.wolf.nrw