Kreis Borken

Im Schulbus kann es eng werden

„Entzerrung“ funktioniert nur teilweise

Mittwoch, 5. August 2020 - 19:00 Uhr

von Borkener Zeitung / pd

Ohne Maske in den Bus? Das durften Schulkinder nur in Vor-Corona-Zeiten. Weil es für sie in der kommenden Woche im Bus wieder eng werden könnte, sollten sie unbedingt an den Schutz denken.

Foto: privat

Weil es in der kommenden Woche im Bus wieder eng werden könnte, sollten Schulkinder unbedingt an einen Mund-Nase-Schutz denken.

KREIS BORKEN. Noch ein paar Tage, dann geht der Regelunterricht an den Schulen wieder los – und mit ihm die Notwendigkeit, dass die Kinder wieder zu den Schulen gebracht werden müssen.

Um beim Thema „Schülerbeförderung“ etwas Luft zu schaffen, hat das NRW-Schulministerium den Schulen ermöglicht, dass sie zwischen 7.30 Uhr und 8.30 Uhr mit ihrem Unterricht starten können. In ländlichen Regionen wie dem Kreis Borken reicht das in der Regel nicht aus, um Fahrstrecken einfach zweimal zu fahren und so zu einer „Entzerrung“ im Schulbusverkehr zu kommen. Das bedeutet: In den Bussen kann es in den Hauptverkehrszeiten eng werden.

Kapazitäten fehlen

Landrat Dr. Kai Zwicker und Kreis-Verkehrsdezernentin Dr. Elisabeth Schwenzow haben das zum Anlass genommen, mit den hiesigen Verkehrsunternehmen und den Schulträgern Kontakt aufzunehmen. Ihr Ziel: Herausfinden, welches die voraussichtlich am stärksten frequentierten Linien sind und wie man diese durch zusätzliche Fahrzeuge entlasten kann. Das Problem: Weil es schlichtweg an Kapazitäten sowohl an Bussen wie an Personal fehlt, werde man zum Schulstart trotz aller Anstrengungen nur auf einzelnen, ganz besonders stark genutzten Strecken entsprechende Unterstützung durch Verstärkerfahrten hinbekommen, so der Kreis Borken in einer Mitteilung. Kreis und Kommunen würden die Maßnahmen im Auge behalten und – soweit möglich – nachsteuern.

Aufs Rad umsteigen

Sowohl Dr. Schwenzow als auch der Landrat appellieren an die Eltern: „Wenn es das Alter der Kinder und die Fahrstrecke zulassen, sollten die Schülerinnen und Schüler mit dem Rad zur Schule fahren.“ Zudem erinnert der Kreis daran, dass es in Bus und Bahn keine vorgegebenen Mindestabstände, dafür aber eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung gebe. Eltern sollten ihre Kinder daran erinnern. Darauf werde in den Bussen intensiv geachtet. Busfahrer seien berechtigt, „Maskenverweigerer“ aus den Fahrzeugen zu verweisen.