Kreis Borken

Gerichtsurteil: Bocholter Schüler müssen Masken tragen

Atteste waren nicht ausreichend

Donnerstag, 24. September 2020 - 16:39 Uhr

von epd

Zwei Schüler aus Bocholt wollten von der Maskenpflicht auf Schulgeländen befreit werden. Sie hatten dazu Atteste vorgelegt. Die Schule wollte diese nicht akzeptieren, woraufhin die Schüler klagten. Doch sie verloren mit ihrem Eilantrag.

Foto: Kay Nietfeld

Symbolbild

BOCHOLT. Um von der Corona-Maskenpflicht in der Schule befreit werden zu können, müssen Schüler eine aussagekräftige ärztliche Bescheinigung vorlegen. Aus dem Attest müssten sich „nachvollziehbar konkret zu benennende gesundheitliche Beeinträchtigungen ergeben“. Zudem müsse deutlich werden, auf welcher Grundlage der attestierende Arzt zu seiner Einschätzung gekommen sei. Das hat jetzt das Oberverwaltungsgericht in Münster entschieden. Weiter heißt es, dass auch relevante Vorerkrankungen im Attest erwähnt werden müssen.

Hintergrund ist ein Fall aus Bocholt, in dem zwei Schüler eine vorläufige Befreiung von der Maskenpflicht im Schulgebäude und auf dem Schulgelände bekommen wollten. Zur Begründung reichten sie den Angaben zufolge jeweils zwei gleichlautende ärztliche Bescheinigungen ein. Im ersten Attest hieß es, dass das ganztägige Tragen einer Alltagsmaske aus gesundheitlicher Sicht nicht zu befürworten sei, da dadurch Konzentration, Aufmerksamkeit und Lernerfolg der Antragsteller litten. Das zweite Attest verwies auf eine Befreiung allein aus gesundheitlichen Gründen.

Die Schulleitung wollte die Bescheinigungen nicht akzeptieren und erteilte keine Befreiung von der Maskenpflicht. Das Verwaltungsgericht Münster lehnte den Eilantrag der Schüler gegen die Entscheidung der Schule ab. Dem schloss sich auch das Oberverwaltungsgericht an. Der Beschluss ist unanfechtbar.