Kreis Borken

Diese Masken sind nun Pflicht für Bus und Geschäft

FFP2- und OP-Masken im Vergleich

Mittwoch, 20. Januar 2021 - 16:12 Uhr

von Christiane Göke

Ein Mund-Nase-Schutz ist in bestimmten Bereichen des öffentlichen Lebens aktuell Pflicht. Dazu zählen der öffentliche Nahverkehr und die Geschäfte, die öffnen dürfen. Bisher reichte eine einfache Mund-Nase-Bedeckung aus Stoff. Nun müssen es aber medizinische Masken oder partikelfiltrierende Halbmasken sein.

Foto: Edgar Rabe

Was geht nicht mehr und was geht? Unsere Kollegen zeigen es:Sven Kauffelt (rechts) trägt eine OP-Maske mit dieser dürfte er in den Zug steigen. Unser Kollege Tim Schulze hat mit den Stoffmasken diese Möglichkeit nicht mehr.

BORKEN/KREIS. OP-Masken: Diese medizinischen Masken kennt man bereits aus dem Klinikalltag oder vom Besuch beim Zahnarzt. Es handelt sich dabei um Einmalprodukte. Sie werden auch als Operations-, OP- oder medizinische Gesichtsmaske bezeichnet. Der Maskentyp schützt Gesprächspartner und Menschen in der nahen Umgebung vor Tröpfchen, die der Maskenträger beim Sprechen oder Husten aus Mund und Nase abgibt. Die sogenannten Aerosole können sich dadurch nur mit einer verringerten Geschwindigkeit und nur über eine kurze Distanz verbreiten. Den Träger selbst schützt eine OP-Maske vor Tröpfchen, aber nur gering vor den kleineren Aerosolen.

FFP2-Masken: FFP steht für „Filtering Face Piece“ und kann übersetzt werden mit: partikelfiltrierender Atemschutz. Bisher kannte man sie vor allem aus dem Handwerk. Der größte Unterschied zu den OP-Masken: Sie schützen auch vor den Aerosolen. Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, ob eine CE-Kennzeichnung und eine vierstellige Nummer vorhanden sind. Wichtig ist, dass die Ränder der Maske dicht am Gesicht anliegen, damit sie wirklich funktioniert. Korrekt angewendet, könnten die Masken schnell knapp werden: Fachleute empfehlen, FFP2-Masken nach acht Stunden zu wechseln. Eigentlich sind auch diese Masken Einmalprodukte. Die FH Münster hat aber untersucht, wie die Masken auch öfter getragen werden können.

Bei einer FFP2-Pflicht für Beschäftigte im Einzelhandel sowie Bus und Bahn müssen Arbeitsschutzrichtlinien beachtet werden. Laut Berufsgenossenschaften sollen Träger nach zwei Stunden eine Pause von 30 Minuten einlegen.