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Kreis Borken

231,8 Millionen Euro für Soziales im Kreis Borken

Leistungen des Landschaftsverbandes / Corona bisher gut überstanden

Mittwoch, 15. Juli 2020 - 17:05 Uhr

von Horst Andresen / BZ / pd

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat sein Leistungspaket für den Kreis Borken im Vorjahr um 14,5 Millionen Euro auf 231,8 Millionen Euro gesteigert. Die Coronakrise sei bisher gut bewältigt worden, berichtete der Verband.

Foto: LWL

Ausgaben für soziale Aufgaben: Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) zahlte im Vorjahr 14,5 Millionen Euro mehr für Leistungen, die er im Kreis Borken erbrachte.

KREIS BORKEN. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat sein Leistungspaket für den Kreis Borken im Vorjahr um 14,5 Millionen Euro auf 231,8 Millionen Euro gesteigert. Vor allem finanziert er damit soziale Aufgaben wie Hilfe für Menschen mit Behinderung oder Pflegebedürftige. Die Corona-Krise sei bisher gut überstanden worden. Nur sehr wenige Patienten oder Heimbewohner, für die der LWL sorge, seien mit dem Virus infiziert gewesen, teilte der Verband am Mittwoch mit.

In der Landschaftsversammlung, dem „Westfalenparlament“, sind aus dem Kreis Borken Stephanie Pohl, Wilhelm Stilkenbäumer, Landrat Dr. Kai Zwicker (alle CDU), Elisabeth Lindenhahn (SPD), Gertrud Welper (Grüne) und Joachim Helmut Haßelmann vertreten (FDP).

Der LWL ist freilich nicht nur ein gütiger Geber – er nimmt auch. 2019 zahlte der Kreis Borken als LWL-Mitglied 86,8 Millionen Euro (2018: 89,4 Millionen Euro). Die Differenz zwischen Ausgaben und Einzahlung stamme im Wesentlichen aus zusätzlichen Bundes- und Landesmitteln.

2019 unterstützte der LWL mit dem größten Teil des Geldes behinderte und pflegebedürftige Menschen. So flossen 130,9 Millionen Euro (2018: 124,5 Millionen Euro) in diese sozialen Aufgaben ins Westmünsterland. Menschen mit Behinderung sollen durch die finanzielle Unterstützung möglichst gleichberechtigt und selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können, wie es das Bundesteilhabegesetz fordert. Seit dem 1. Januar 2020 gelten neue Regelungen, die eine individuellere Unterstützung von Menschen mit Behinderung sicherstellen sollen.

1242 Menschen leben im ambulant betreuten Wohnen

Zu einem selbstbestimmten Leben gehöre auch das Wohnen in den eigenen vier Wänden: Der LWL fördert daher das ambulant betreute Wohnen als Alternative zum stationären Leben im Wohnheim. 2019 unterstützte der Kommunalverband deshalb 1242 (2018: 1157) Menschen im Kreis Borken dabei, alleine oder mit anderen in der eigenen Wohnung leben zu können.

2019 zahlte der LWL im Kreis Borken für 1143 (2018: 1143) Wohnheimplätze. Außerdem finanzierte er 1889 (2018: 1842) Arbeitsplätze in Werkstätten für Menschen mit wesentlicher Behinderung. Betriebe, die – gemessen an ihrer Mitarbeiterzahl – zu wenige schwerbehinderte Menschen beschäftigen, entrichten eine Ausgleichsabgabe. Aus diesen Mitteln investierte das Inklusionsamt 2019 (wie auch 2018) 3,9 Millionen Euro, um Menschen mit Behinderung ins Arbeitsleben zu integrieren.

208 (2018: 212) Kinder mit Behinderungen aus dem Kreis Borken besuchten im Vorjahr einen Förderschulkindergarten oder eine Förderschule des LWL. Rund 4,7 Millionen Euro (2018: 4,1 Millionen Euro) zahlte der Landschaftsverband dafür, dass 609 (2018: 526) behinderte Kinder zusammen mit ihren Altersgenossen ohne Behinderung eine von 193 (2018: 179) Regel-Kindertageseinrichtungen besuchen konnten.

An Entschädigungsleistungen zahlte das LWL-Amt für Soziales 4,7 Millionen Euro (2018: 5,6 Millionen Euro). Zu den Leistungsempfängern gehörten unter anderem Kriegsopfer und Hinterbliebene.

Im Kreis Borken arbeiteten im Vorjahr 75 (2018: 62) Menschen für den LWL, so auch im Textilwerk Bocholt.

www.leistungsberichte.lwl.org