BorkenFREI

Neurologische Folgen durch Covid-19

Frag‘ doch mal den Arzt Telefonsprechstunde am 15. Juni

Donnerstag, 10. Juni 2021 - 11:00 Uhr

von Edgar Rabe

Fakt ist: Die Corona-Pandemie geht einem großen Teil der Bevölkerung auf und an die Nerven. Womit wir schon beim Thema der nächsten Telefonsprechstunde im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Frag‘ doch mal den Arzt“ wären. Denn die steht unter dem Titel: „Neurologische Aspekte der Corona-Pandemie.“

Foto: pd

Bei vielen neurologischen Diagnosemethoden hilft die Technik dem Arzt.

BORKEN. Am Dienstag, 15. Juni, beantwortet Dr. Rudolf A. Kley, Chefarzt der Klinik für Neurologie und Klinische Neurophysiologie mit Stroke Unit, in der Zeit von 16 bis 17.30 Uhr Ihre Fragen zum Thema. Die Telefonsprechstunde ist eine Kooperation der Borkener Zeitung mit dem Klinikum Westmünsterland.

Die Inzidenzzahlen fallen derzeit stark, die Zahl der Geimpften steigt an – die dritte Welle ist gebrochen. Doch auch wenn die Viruserkrankung vergeht, „können neurologische Symptome länger anhalten“, betont Dr. Kley. Wie lange solche Symptome – wie etwa das chronische Erschöpfungssyndrom, Schmerzen, Konzentrationsstörungen, Gedächtnisprobleme und Schlafstörungen – anhalten, scheint laut Medizinern von Patient zu Patient sehr unterschiedlich zu sein. In der Regel seien es aber mehrere Wochen und Monate. Im Rahmen des sogenannten NAPKON-Projekts (NAPKON steht für nationales Pandemie-Kohorten-Netz) sollen unter anderem neurologische Langzeitfolgen genauer untersucht werden. Besonders wichtig ist für die Wissenschaftler die Frage, ob die Viruserkrankung womöglich auch langfristig die Wahrnehmungs- und Erkennungs-Prozesse des Menschen beeinträchtigen kann oder sogar die Entstehung neurodegenerativer Folgeerkrankungen – wie Alzheimer – im Alter begünstigt. Ebenso seien lebensbedrohliche neurologische Komplikationen möglich.

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Der Chef-Neurologe wird auch auf solche Fragen am kommenden Dienstag antworten, aber zum Beispiel auch auf generelle, neurologische Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten im Borkener Krankenhaus eingehen sowie Informationen zu eventuellen Impfproblematiken geben.

Auch Dr. Kley beobachtet im Klinikalltag, dass eine Covid-19-Infektion häufig bereits während der Akutphase mit neurologischen Symptomen einher geht. „Typisch sind Geruchs- und Geschmacksstörungen, aber auch Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und das sogenannte Fatigue-Syndrom“, so der Chefarzt. Das Fatigue-Syndrom geht mit dauerhafter Erschöpfung und Abgeschlagenheit einher. Auch Bewusstseinsstörungen und Störungen der Hirnfunktionen können durch Covid-19 ausgelöst werden – insbesondere bei schwerem Krankheitsverlauf.

Fragen zum Thema

Wenn Sie Fragen zum Thema Nervenerkrankungen, Langzeitfolgen einer Covid-19-Infektion, aber auch zu Impfproblematiken und anderen neurologischen Symptomen oder Behandlungsmöglichkeiten haben, dann rufen sie Chefarzt Dr. Rudolf A. Kley am kommenden Dienstag, 15. Juni, zwischen 16 und 17.30 Uhr unter der Rufnummer 02861/97-1003 an.

Dr. Rudolf A. Kley ist seit Oktober 2018 Chefarzt der Klinik für Neurologie und Klinische Neurophysiologie mit Stroke Unit im St.-Marien-Hospital Borken. Seit 2019 ist der Chefarzt auch Regionalbeauftragter der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe.

Begonnen hat Dr. Kleys berufliche Laufbahn mit dem Studium der Humanmedizin an der Ruhr-Universität Bochum. Anschließend arbeitete er ab 2002 in der Neurologischen Universitätsklinik und Poliklinik am Universitätsklinikum Bergmannsheil in Bochum, zuletzt als Oberarzt. Kley wurde für seine wissenschaftlichen Leistungen mehrfach ausgezeichnet und war von 2013 bis zu seinem Wechsel nach Borken Professor für klinische und experimentelle Myologie.

Dr. Rudolf A. Kley, Jahrgang 1975, ist verheiratet mit Richterin Dr. jur. Magdalena Kley. Das Paar hat zwei Kinder.

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Hinter dieser Tür im Borkener Krankenhaus werden pro Jahr rund 1000 Schlaganfall-Patienten behandelt. Klinikum Westmünsterland

Zum Thema Neurologie:

Neurologie ist die Wissenschaft und Lehre vom Nervensystem, seinen Erkrankungen und deren medizinischer Behandlung. Sie stellt seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein eigenständiges Teilgebiet der Medizin dar. Die Grenzen zur Psychiatrie und zur Neurochirurgie sind dabei teilweise fließend. Die in der Neurologie wichtigsten Organsysteme sind das Zentralnervensystem (Gehirn und Rückenmark), seine Umgebungsstrukturen und Blutgefäße. Dazu kommt das periphere Nervensystem und die Muskulatur, einschließlich deren Verbindungsstrukturen. In Deutschland ist die Neurologie um 1845 mit Moritz Heinrich Romberg als ein Teilgebiet aus der Inneren Medizin hervorgegangen. In den USA, in Großbritannien, Russland und anderen Staaten dagegen hatte sich die Neurologie gleich als eigenständiges Fach entwickelt.

Zur Person: Dr. Rudolf A. Kley

Dr. Rudolf A. Kley ist seit Oktober 2018 Chefarzt der Klinik für Neurologie und Klinische Neurophysiologie mit Stroke Unit im St.-Marien-Hospital Borken. Seit 2019 ist der Chefarzt auch Regionalbeauftragter der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe.

Begonnen hat Dr. Kleys berufliche Laufbahn mit dem Studium der Humanmedizin an der Ruhr-Universität Bochum. Anschließend arbeitete er ab 2002 in der Neurologischen Universitätsklinik und Poliklinik am Universitätsklinikum Bergmannsheil in Bochum, zuletzt als Oberarzt. Kley wurde für seine wissenschaftlichen Leistungen mehrfach ausgezeichnet und war von 2013 bis zu seinem Wechsel nach Borken Professor für klinische und experimentelle Myologie.

Dr. Rudolf A. Kley, Jahrgang 1975, ist verheiratet mit Richterin Dr. jur. Magdalena Kley. Das Paar hat zwei Kinder.

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Hinter dieser Tür im Borkener Krankenhaus werden pro Jahr rund 1000 Schlaganfall-Patienten behandelt. Klinikum Westmünsterland